Rede des Bundespräsidenten Ignatius Valentin an die deutsche Nation

Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Unsere Heimat hat am 18. September 2005 gewählt, und daraus sind nur Verlierer hervorgegangen, denn nie waren die Meinungen so zersplittert: rund 100 politische Parteien haben sich beim Bundeswahlleiter angemeldet! Damit ist offensichtlich geworden, daß unserer geliebten Heimat wieder das Schicksal der Weimarer Republik widerfahren ist. Die zwei Verlierer, die jeweils als machtbesessenes Mädel und hemmungsloser Bursche bereit sind über Leichen zu gehen, können – wie man es auch betrachtet – keinen Anspruch auf eine „Mehrheit“ anmelden. Beide gehören meines Erachtens als Saupreißn nicht auf den Sessel des Bundeskanzlers, sondern in die Mülltonne der deutschen Geschichte!

Das hirnrissige Mädel kann unmöglich im Namen der bayrischen Christsozialen sprechen, weil es weder christlich noch sozial ist: es spricht von „Familie“ und war selbst unfähig, Kinder in die Welt zu setzen: sie ist eine neurotische Politaktivistin und sonst nichts!

Der abtrünnige Bursche – örtlich ehemals bekannt als Durchschnitts-Advokat – wollte die Geschichte unserer Heimat neu schreiben: er liebäugelte mit den Neoliberalen im Ausland, anstatt die bewährte heimatliche Tradition unserer sozialen Brüder und Schwestern fortzuführen bzw. weiterzuentwickeln. Er hat nun den Laufpaß bekommen und das geschah ihm recht! Allerdings ist er allein nicht daran schuld, denn andere haben ihm diesen Weg in die Ungnade geebnet.

Fest steht jedoch, daß die sogenannten Sozialdemokraten und Christdemokraten die Wahl eindeutig verloren haben, da keiner eine Mehrheit aufweisen kann. Daß diese Niederlage auf die Christsozialen abfärben sollte, kann nicht ohne weiteres hingenommen werden!

Mit den Liberalen möchte ich keine Zeit vergeuden, denn es ist schlimm genug, daß eine Partei mit 50% Leihstimmen aus der CDU unvertretbare bzw. unerträgliche Forderungen stellen kann. Wer in unserer Heimat – nach „Kathrina“ und „Rita“, ohne von deren wartenden Schwestern vor den Toren Amerikas zu reden – die umweltbewußte Politik der Grünen auf schändliche Weise verunglimpft, ist einfach nicht mehr ernst zu nehmen.

Daß die Sozialdemokraten das fällige Aufbegehren unserer umweltbesorgten Jugend nicht kommen sahen, ist mehr als schlimm. Sie sind 30 Jahre lang mit der Umwelt schändlich umgegangen und haben es nicht einmal bemerkt. Nein, sie waren zu etabliert, zu bequem, zu satt und zu wohlhabend! Ich rede von den korrupten Gewerkschaftsfunktionären, denen ihre fetten Bezüge seit eh und je mehr am Herzen liegen als das Wohl ihrer Mitglieder.

Wen soll es nun wundern, daß sich die wehrlosen Verstoßenen unserer Heimat wieder dem Geist der Gründer des Sozialismus bzw. der Sozialdemokratie zuwenden? Skandalös ist, daß angesichts des sich in unserer Heimat breitmachenden sozialen Elends die heutigen Christdemokraten weder Herz noch Ohren haben. Sie wollen lieber den demokratischen sozialen Rechtsstaat über Bord werfen, um dem Faschismus den Weg zu ebnen.

Ich sprach kürzlich mit meinem Freund Jacques Delors, der jahrelang der Europäischen Gemeinschaft in Brüssel zum Erfolg verholfen hat. Er sagte mir:

Ignatius, wir werden alt und müssen zusehen, wie sich selbstsüchtige Politiker auf Kosten Europas profilieren. Das kann nicht gut gehen, denn es handelt sich hier um den inneren und äußeren Frieden unserer Heimat – sofern wir uns als Europäer bekennen. Die Erfolgslosung hieß damals: eine Vision, ein Herz und eine Priorität. Unsere Vision war das Wohl aller friedliebenden Völker in Europa, selbst um den Preis manchen Verzichts, und dies hat sich bezahlt gemacht. Es war nur möglich mit dem Herzen, d.h. ohne Bürokratie. Will man eine Ehe führen, muß man auf den anderen eingehen und seine Vormachtsansprüche zurückstellen. Hier wird jeder Einzelne angesprochen. Sicherlich haben unsere deutschen Freunde das auch verstanden. Es ging damals nicht um Rechte oder Forderungen, sondern allein um die persönliche Bereitschaft, seinen Anteil am Wiederaufbau zu leisten – alle zusammen in Europa! Das war auch die Priorität: zunächst das europäische Bündnis und dann die inneren Angelegenheiten der Mitgliedsstaaten.“

Gerade an dieser Stelle hapert es, da mit dem berüchtigten „Subsidiaritätsprinzip“ viel Schindluder getrieben wurde. Eine europäische Verfassung sollte diese Frage klären. Sie ist deshalb gescheitert, weil sie gerade diesen Punkt ungeklärt ließ. Eine anständige Verfassung sollte auf jeden Fall die Zuständigkeiten des Bundes deutlich von jenen der Länder abgrenzen. Aber hier haben nicht zuletzt die nationalen Vormachtsansprüche einiger Mitgliedsstaaten das Verfassungswerk kippen lassen, als es darum ging „eine Vision, ein Herz und eine Priorität“ schwarz auf weiß festzulegen und alle Völker gleichermaßen in die Pflicht zu nehmen. Dieses bewährte Prinzip war leider in der vorgeschlagenen Verfassung nicht mehr zu erkennen. Vielmehr hätte sie dazu geführt, daß die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer geworden wären – selbst um den Preis des inneren Friedens! In diesem Zusammenhang kam das vom Pentagon und der CIA selbstinszenierte Attentat gegen das „World Trade Center“ wie gerufen. Fortan galt die weltweite Hexenjagd gegen vermeintliche „Terroristen“, die sich dagegen wehren, daß der US-Imperialismus ihre Erdölvorkommen ausrauben und die Völker der Dritten Welt verknechten will.

Spricht man heutzutage von Europa, fällt einem nur ein : der EU-Stabilitätspakt und das Verbot, eine Verschuldungspolitik zu betreiben, welche die Inflation nach sich zieht. Wenn überhaupt, kann man aber heute in Europa nur von einer Deflation reden, die Abermillionen von Arbeitslosen auf die Straße wirft.

In Anbetracht dieses Elends hat sich das grausame und kaltherzige Mädel als rücksichtslose Politikerin hervorgetan. Abgesehen von leeren Phrasen ist allerdings vom Burschen auch nichts Konkretes zu vernehmen: letzten Endes wollen beide den Sieg des Weltkapitalismus bzw. der hemmungslosen Globalisierung, die Verelendung von breiten Kreisen unserer geliebten Heimat und schließlich – mangels Zukunftsaussichten zu Hause – die Flucht der Jugend weit weg ins Ausland. Es ist daher nicht übertrieben zu behaupten, daß das Mädel und der Bursche die Endlösung der alten Generation und mangels Nachwuchses den Untergang unserer Heimat betreiben wollen.

Mein Freund Jacques Delors fügte hinzu :

Nur die Steigerung der Kaufkraft der heimischen Bevölkerung konnte zum deutschen Wirtschaftswunder führen, und damit zum stabilen Frieden in Europa. Die heutige Entwicklung in Deutschland bricht mir das Herz, wenn ich bedenke, daß gerade das damalige Wirtschaftswunder im Westen der Anlaß war, daß der Osten sich vom Kommunismus abgewandt hatte! Ehrlich gesagt, man kann sich doch fragen, was uns heute eigentlich von der Mangelwirtschaft der roten UdSSR noch unterscheidet, oder? 

Wie ist es eigentlich dazu gekommen? Der geistige Vater des Mädels wollte partout – in eigener Regie und mit Hilfe der Korruption – dem Osten die D-Mark aufzwingen. Anstatt mit den westlichen Partnern zusammenzuarbeiten und auf den Euro zu warten, hat die CDU die D-Mark verpfändet und durch Überschuldung entwertet. Da dies dem Wechselkurs nicht zuträglich war, hat man den Fehlbetrag aus der Tasche der alten Bundesländer genommen – mit der Folge, daß sich die Kaufkraft der gesamtdeutschen Bevölkerung halbiert hat und nun der Binnenmarkt am Boden liegt. Die CDU trägt ganz allein die Schuld an diesem Debakel, und das freche Mädel möchte nun der Wirtschaft unserer Heimat den Gnadenschuß geben, indem z.B. die Mehrwertsteuer erhöht wird. Daß die massive Überschuldung der USA zudem noch den Euro künstlich aufgewertet hat, wird von der CDU mit keinem Wort erwähnt. „Kathrina" und „Rita" haben nun der Weltwirtschaft den Dolchstoß ins Herz gegeben: das Benzin steigt in schwindelerregende Höhe und unsere Heimat spürt jetzt am eigenen Leib, welche Folgen die Erwärmung der Weltmeere nach sich zieht: eine weltweite Klimakatastrophe, die wir aus eigener Tasche finanzieren müssen. Damit vertieft sich die Wirtschaftsmisere immer mehr.

Fassen wir die aktuellen Herausforderungen zusammen: der Geburtenrückgang der Deutschen und die damit bedingte Abnahme des Konsumpotentials; die fortschreitende Veralterung unserer Gesellschaft, die zu einer steigenden Last der Beitragszahler führt; der somit unvermeidliche Rückgang der Kaufkraft breiter Bevölkerungskreise; die infolge der Globalisierung bedingte Verlagerung deutscher Betriebe in die Billiglohnländer und die Vernichtung der Arbeitsplätze – nicht nur bei uns, sondern in ganz Europa! Hinzu kommt noch eine weltweit steigende Nachfrage nach Benzin, das durch die Klimakatastrophe und die Zerstörung der erdölproduzierenden Infrastruktur immer teurer wird.

Welche Antwort bieten das Mädel und der Bursche auf diese Herausforderungen? Wachstum und noch mehr Umweltbelastung, noch mehr Hurrikane und Überschwemmungen weltweit! In einem bereits hoch belasteten Umfeld ist kein Raum mehr für wirtschaftliches Wachstum! Die Lage ist so ernst, daß weder das Mädel, noch der Bursche geschweige denn eine große Koalition diesen Herausforderungen gewachsen sind, da alle auf Wachstum basierenden Lösungsvorschläge in die Katastrophe bzw. in den Untergang der Republik führen.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, es bleibt Europa nur noch eine einzige und letzte Möglichkeit: die tollwütig gewordene kapitalistische Wildsau muß geschlachtet werden! Das bedeutet im Klartext den Abschied von der Zinswirtschaft, vom Geldgeschäft, von der Börsen- und Bodenspekulation, von der wilden Ausbeutung und Zerstörung der Natur, von allen auf Gewalt und Unterdrückung basierenden Staatsstrukturen, vom berüchtigten und ruinösen Beamten- und Richterstaat, der außer Paragraphendschungel und Verwirrung nichts als Unwesen bieten kann.

Es ist nicht abwegig zu behaupten, daß die „Stunde der Titanic" für unsere Heimat geschlagen hat: Das Schiff sinkt und das Mädel und der Bursche streiten sich immer noch in der Kapitänskajüte um das Ruder.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, niemand kann das sinkende Schiff des todgeweihten und morschen Kapitalismus retten, denn er hat sich seit Jahrhunderten sein Grab selbst geschaufelt. Die einzige Möglichkeit, die uns bleibt, ist unsere Haut, unsere Familien und unsere Zivilisation zu retten bzw. die notwendige Revolution Europas ernsthaft in die Hand zu nehmen.

Ohne Churchill nachzuäffen, sage ich Ihnen: Mut, auf uns warten Schweiß und Tränen!

Wir werden den Herausforderungen erst dann gewachsen sein, wenn wir uns von der Diktatur der Maschinen befreit haben. Dies ist nur möglich, wenn die Wertschöpfung nicht mehr das Ergebnis der Ausbeutung des Menschen durch die Menschen und die Maschinen, sondern das volle Produkt der Arbeit der Maschine bedeutet, das man neu bewerten muß.

Die Lösung liegt also auf der Hand: Der Staat muß die Möglichkeit haben, die Wertschöpfung direkt ohne Zins und Ausbeutung des Menschen vorzufinanzieren – kostenlos! Dies bedeutet wiederum im Klartext, daß die Wertschöpfung nur durch die Energieveredelung der Maschinen entstehen kann. Somit wird durch eine neue europäische Verfassung dem Staat das Monopol des Geldes vollständig übertragen. Fortan kommt das Geld kostenlos aus der Sonne zur Erde herunter! Dies bedeutet die Abschaffung der Zinswirtschaft, der Steuer und der Finanzämter, das Ende der Arbeitslosigkeit und des sozialen Elends: die Staatsverschuldung wird von einem Tag zum anderen auf Null gesetzt und fortan unmöglich! Dies befreit uns aber nicht von der Pflicht, mit der Umwelt und den Naturreserven schonender denn je umzugehen, da vorerst die Menschheit noch wächst.

George W. Bush verlangte einen Freibrief für die Umweltvernichtung. Seit „Kathrina" und „Rita" ist er eines besseren belehrt worden und er muß nun einsehen, daß die USA bald nur noch damit beschäftigt sein werden, die Folgen der Hurrikane und der sonstigen kapitalistischen Umweltzerstörungen mit Billionen Dollars aus Steuergeldern zu finanzieren. Wie lang der amerikanische Steuerzahler diese ruinöse Last tragen will, ist fraglich. Wir sitzen alle im selben Boot, und das merken wir, wenn wir an der Zapfstelle tanken wollen.

Meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir haben vom Mädel und vom Burschen nichts Gutes zu erwarten, und noch weniger von einer großen Koalition, die das Vorspiel zum Untergang der demokratischen rechtsstaatlichen Sozialordnung in Deutschland sein wird.

Laßt uns lieber die kapitalistische Bundesrepublik abschaffen und die Vereinigten Staaten von Europa ausrufen. Bald werden sich uns alle Völker in Europa und in der Welt anschließen, wenn wir nur den Mut haben, dem kapitalistischen Terror ein Ende zu setzen.

Es lebe unsere Heimat, es lebe Europa, es lebe die Liebe und der Friede auf Erden!
 

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